Fr 20.03. | 20:00 Uhr

Stones
Songs at the edge

Sofia Jernberg mit Pfauenfeder
Foto: Jon Edergren

 

Sofia Jernberg – Stimme

Ensemble Inverspace
Foto: Markus Schmidt

 

Ensemble Inverspace


Susanne Peters –
Flöte 
Patrick Stadler –
Saxophon
Clemens Hund-Göschel –
Klavier
João Carlos Pacheco –
Perkussion

„Stones“ ist das neue Projekt des Ensemble Inverspace, das gemeinsam mit der außergewöhnlichen Vokalistin Sofia Jernberg neue Perspektiven auf Michael Pisaro-Lius Liedzyklus „Tombstones“ eröffnet. Neben der Interpretation des Zykluses entwickeln Ensemble und Jernberg eigene Interventionen, die die Stücke miteinander verbinden, neue klangliche Territorien erschließen und individuelle künstlerische Kommentare ermöglichen. Grundlage der Zusammenarbeit sind improvisatorische Modelle, die Übertragung vokaler Aufnahmen auf Instrumentalklänge sowie Jernbergs Ansatz, Körperzeichen als formbildendes Element einzusetzen. So entstehen hybride Klangräume, in denen Liedform, Elektronik, Körper und Instrumentalklang neu gedacht werden – ein intensives Experiment an den Grenzen zeitgenössischer Musik.

 

Ensemble Inverspace
Das Ensemble Inverspace widmet sich mit Leidenschaft der zeitgenössischen und experimentellen Musik. Einen besonderen Schwerpunkt legen die Musiker*innen auf eine enge Zusammenarbeit mit Komponist*innen. Seit der Gründung im Jahr 2011 richtet sich der Fokus des Ensembles auf die Möglichkeiten von kreativen Schaffungsprozessen im Umfeld elektronischer Musik und neuen Soundtechnologien. Zu den beauftragten Komponist*innen zählen u.a. Sarah Nemtsov, Oxana Omelchuk, Matthias Krüger, Georgia Koumarà, Raphaël Languillat und Sergej Maingardt. 
Das Ensemble tritt an Festivals und Konzertreihen wie Culturescapes (Basel), Dialogues (Minsk), 2D2N (Odessa), Switch ON (Kuala Lumpur) Songlines (Orange, USA), M.A.R.S (Los Angeles), SMC (Lausanne), Musikpodium (Zürich) und Mostra SUECA (Spanien) auf. Tourneen führte das Ensemble u.a. durch Frankreich, die Ukraine, Russland, 
die Schweiz, Deutschland, Belarus, Malaysia, Spanien und die USA.
Die initiierten Projekte der vergangenen Jahre wurden unter anderem von der Ernst von Siemens Musikstiftung, dem Musikfonds, Impuls Neue Musik, Pro Helvetia und der Fondation Nestlé pour l’Art gefördert.

Sofia Jernberg, Stimmkünstlerin
Sofia Jernberg, geboren in Äthiopien und aufgewachsen in Vietnam und Schweden, ist eine außergewöhnliche Sängerin/Stimmkünstlerin und Komponistin. Sie studierte Jazz und Komposition in Schweden und lebt und arbeitet in Stockholm. Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf unkonventionellen Techniken und Sounds, wie nicht-verbales Vokalisieren, 
Split Tones, tonloses Singen und Distortion. Die Süddeutsche Zeitung urteilte begeistert: „Ihre Stimme ist ein emotionales Kraftwerk. (…) Ganz bei sich ist Jernberg in einer eigenen Improvisation. Sie experimentiert mit Obertönen, stimmlicher Polyfonie und bricht mit allen sängerischen Gewohnheiten. Das tönt kichernd, vogelartig krächzend oder schrill wie ein Teekessel – hier werden auch die Grenzen zwischen Organischem und Technischem überschritten.“
Musiktheater und zeitgenössische Oper spielen eine wichtige Rolle in Jernbergs künstlerischem Schaffen. Sie wirkte in Aufführungen von Arnold Schönbergs Pierrot lunaire 2010 und Salvatore Sciarrinos Lohengrin 2014 des schwedischen Ensembles Norrbotten NEO mit und verkörperte explizit für sie geschriebene Rollen in neuen Werken wie Folie à Deux von Emily Hall und UR_ von Anna Thorvaldsdottir. Die Produktion PIERROT LUNAIRE inszeniert von Marlene Monteiro Freitas und dirigiert von Ingo Metzmacher zeigte sie als Solistin gemeinsam mit dem Klangforum Wien bei den Wiener Festwochen 2021 sowie bei den KunstFestSpielen Herrenhausen und beim Festival d’Automne à Paris in 2022.
Einen weiteren Fixpunkt ihrer Arbeit bildet die Zusammenarbeit mit bildenden Künstler*innen wie z.B. Camille Norment in deren Stücken Rapture und Lull. Im Film Union of the North von Matthew Barney, Erna Ómarsdóttir und Valdimar Jóhannsson war Sofia Jernberg als Sängerin zu sehen. Sie erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, so kamen Dreams of our future für Kinderchor, Sopran, Stimme und Kammerensemble beim Ultima Festival Oslo 2022 zur Uraufführung sowie ein neues Werk mit dem Ensemble Contrechamps beim Borealis Festival 2023 in Bergen.
2021 sang sie die erfolgreiche Uraufführung von Chaya Czernowins Atara mit dem RSO Wien im Musikverein Wien auf Einladung von Wien Modern. 2022 gab sie ein Solokonzert beim Warschauer Herbst und 2023 ihre Debüts beim Collegium Novum Zürich mit Schönbergs Pierrot Lunaire in Basel und Zürich, beim Ensemble Resonanz mit dem Programm Hymns & Laments 
in der Elbphilharmonie Hamburg und beim Lucerne Festival Forward mit Romitellis An Index of Metals. 2025 sang sie die Uraufführung von Chaya Czernowins Werk No! mit der LA Phil New Music Group in der Walt Disney Concert Hall Los Angeles sowie die deutsche Erstaufführung mit dem WDR Sinfonieorchester im WDR Funkhaus Köln. 
Außerdem debütierte sie an der Armory Hall New York mit einem Solo-Rezital sowie am Concertgebouw Brugge mit ihrem Programm Eroica I.
Im Laufe der Saison 2025/26 ist Sofia Jernberg mit den Erstaufführungen von Chaya Czernowins No! mit dem Polish National Radio Symphony Orchestra in Katowice, dem Orchestre Philharmonique de RadioFrance in der Philharmonie de Paris und mit dem RSO Wien im Wiener Musikverein zu Gast. Mit dem WDR Sinfonieorchester hebt sie ein neues Werk von Alex Paxton in der Kölner Philharmonie aus der Taufe und ist mit dem Pianisten Alexander Hawkins am Konzerthaus Dortmund zu erleben. 
Weitere Engagements bringen sie u. a. zu den Festspielen Herrenhausen, den Wiener Festwochen und zum Ensemble Recherche nach Freiburg.

Karten: 14 €, erm.  9 €

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