Fr 06.02. | 20:00 Uhr

Europa hörbar machen / Making Europe audible
FOKUS 1: LUXEMBURG – FINNLAND – ENGLAND

Henry Växby (FIN/SWE) – Dropping bombs stole my memory (UA)
Catherine Kontz (LUX) – Meng Sprooch, Deng Sprooch, Seng Sprooch (UA)

Eunoia: Clemens Hund-Göschel, Louisa Marxen, Johanna Greulich
Foto: Michel Winterberg

Eunoia Trio

 
 

Johanna Greulich – Sopran
Clemens Hund-Göschel – Klavier
Louisa Marxen – Schlagzeug

 

Den Auftakt der Reihe „Europa hörbar machen“ des Eunoia Trio, bildet ein Konzert, das gemeinsam mit den KomponistInnen Catherine Kontz (LUX) und Henri Växby (FIN/SWE) entsteht mit eigens für Eunoia geschriebenen Stücken.


Henri Växby (*1978) Dropping Bombs Stole My Memories (2026)

Fast alle meine Kindheitserinnerungen vor meinem zehnten Lebensjahr wurden ausgelöscht. Caj Bremer

Ausgehend von aufgezeichneten Interviews (Arbeit an Europa e.V.) mit dem finnischen Überlebenden des Zweiten Weltkriegs Caj Bremer untersucht „Dropping Bombs Stole My Memories“ Fragen rund um Identität und Erinnerung, indem es aufgezeichnetes Interviewmaterial und Rückwärts-Sprachtechniken mit Gesang, Klavier und Percussion kombiniert und so eine Lynch’sche Verzerrung sprachlicher Muster und individueller wie kollektiver Erinnerungen erzeugt.

In Übereinstimmung mit Växbys anderen Werken bewegen sich einfache Prozessstücke zwischen teilweise improvisierten und vollständig komponierten Elementen und schaffen so ein Ganzes, das starke Dissonanzen mit sanft hypnotischen Klanglandschaften und Drones verbindet.

 

Catherine Kontz (*1976) Meng Sprooch, Deng Sprooch, Seng Sprooch (2026)

Das führte dazu, dass wir alle diese Autoren in ihrer eigenen Sprache lesen konnten. Das verschaffte uns geistige Beweglichkeit. Erna Hennicot-Schoepges

Das Stück der luxemburgischen Komponistin Catherine Kontz, Leiterin des rainy days Festival der Philharmonie Luxemburg, „Meng Sprooch, Deng Sprooch, Seng Sprooch“ (meine Sprache, deine Sprache, seine Sprache) basiert ebenfalls auf einem Interview des Archivs mit Erna Hennicot-Schoepges, einer der führenden Politikerinnen in Luxemburg.
Die enge Verbindung zwischen Sprache und kultureller Zugehörigkeit ist in einem kleinen Land wie Luxemburg besonders interessant.


Die Zwischenspiele „Settled status“ (dauerhafter Aufenthaltsstatus) beschäftigen sich mit der Wahlheimat der beiden KomponistInnen – Grossbritannien. Sie verarbeiten hier ihre eigenen Erfahrung mit dem Leben in London nach dem Brexit.


Zudem gibt es mancherorts eine Ausstellung des Fotografen Maximilian Gödecke, der mit Unterstützung des Goethe-Instituts für das „European Archive of Voices“ durch Europa reist, um die ZeitzeugInnen fotografisch zu begleiten.


Europa hörbar machen / Making Europa audible

Das europäische Zusammenleben, vor allem das demokratische, bot zu keiner Zeit einen garantierten Zustand, sondern musste und muss stets neu ausgehandelt, gemeinsam erarbeitet und gelernt werden.

Wessen Geschichte hat dabei für mich eine Bedeutung?
Wem kann ich dabei zuhören?

Im Zentrum unserer Aufführungen stehen Interviews mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, die von ihren persönlichen Erlebnissen und ihren Visionen nach einer friedlicheren, menschenwürdigeren Welt berichten. Die Interviews sammelte der Verein Arbeit an Europa e.V. im Rahmen des Projekts European Archive of Voices.

 

Aufführungen
4.2.26 Museum Allschwil, CH
5.2.26 Gare du Nord Basel, CH
6.2.26 art.ist Wiesbaden, DE
8.2.26 Kerger Huff, Helange, LUX
27.6.26 open arts Festival, Forst NRW, DE
– Termine in UK und FIN tba –
19.3.27 Gesellschaft für Neue Musik, Mannheim, DE


Gefördert von Musikfonds e.V. aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Fachausschuss Musik Kanton Basel-Stadt, Stadt Allschwil, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Sacem Luxembourg


Webseite des Trio Eunoia

Webseiten der Komponist:innen:

Catherine Kontz | Henry Växby

Karten: 14 €, erm.  9 €

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