Samstag 21. November

 

18:30 – 19:00

phantasTisch – letzte Handgriffe

Wir bauen gemeinsam mit euch, dem Publikum,einen Tisch – ohne Plan, ohne Vorgaben, frei improvisiert. Werkzeug ist vorhanden. Bringt gerne Material mit – Hölzer, Leisten, Bretter – alles, was zu einem phantastischen Tisch zu gebrauchen sein könnte! Wir lassen uns überraschen.

Heute ist vor dem Konzet die letzte Gelegenheit, mit Hobeln, Schleifen, Lackieren und ­ Feinarbeiten den PhantasTisch mitzugestalten!

19:00 – 19:30

Versteigerung des konzerTisches

20:00

Thickets of Love – Ein gehackter Liederabend

Duo alt/voice - Foto Stefan Stahnke RBB

Das Duo alt/voice unternimmt eine radikale Aktualisierung des ehrwürdigen Genres des „Kunstliedes“, mitsamt seinem bevorzugten Topos, der Liebe. Jede der fünf Kompositionen untersucht auf ihre Weise die Beziehung zwischen Stimme und Elektronik und widmet sich zeitgenössischen Diskursen über Identität, Geschlecht und Begehren:
SØS Gunver Ryberg verwandelt die rohe Stimme in fließende, technoide Klangstrukturen und hinterfragt unsere Beziehung zu einer vernetzten Zukunft. Møller untersucht anhand von Traumprotokollen und B-Movies, wie faschistische Fantasien unsere Vorstellungskraft infiltrieren – und welche Vorbilder sie prägen. Simon Steen-Andersen hackt das im Pop inflationär verwendete Auto-Tune-Werkzeug, zeigt seine Grenzen auf und entdeckt darin neue Schönheit. In Luxa M. Schüttlers konzeptionellem Ansatz singen die Schu-Bots  einfühlsam, während Ying Wang mythologische Figuren ihre Traumata austauschen lässt und so ein Minidrama über Macht, Identität und Illusion skizziert.

alt/voice
Sebastian Berweck – Synthesizer, Elektronik
Mathias Monrad Møller – Stimme, Elektronik

nach dem Konzert

poliTisch: Wessen Stimmen dringen durchs digitalisierte Dickicht? – Gesprächsrunde

Die digitale Welt bzw. das Internet scheinen sich immer weiter zu entfernen von frühenNetzwerk-Utopien einer globalen Gemeinschaft von Gleichberechtigten. Neben den negativen Folgen der Nutzung von sogenannten Sozialen Medien und einer Flut KI-generierter Inhalte, zeigt sich immer mehr, dass viele Technologie-Firmen eine anti-demokratische und menschenfeindliche Agenda verfolgen. Trotzdem oder genau deswegen
möchten wir in einen offenen Gedankenaustausch darüber kommen, ob und wie digitale Räume Orte von Gemeinschaft sein können, die eng genug verknüpft sind mit der analogen Welt und positiv in diese hinein wirken können, sodass wir uns nicht verlieren in Echokammern und digitaler Vereinsamung. Der erste Teil des Abends demonstriert bereits eindrücklich wie Künstler*innen immer wieder Wege finden, neue Technologien und deren Nutzung kreativ umzudeuten. Außerdem widmet er sich musikalisch geschlechtlichen Identitäten. Auch diesen Aspekt werden wir am PoliTisch aufgreifen. Denn besonders für queere Menschen sind die Fragen nach der Gestaltung von Austausch und
Gemeinschaft wichtig: Wie bleiben ihre Stimmen hörbar? Wie entstehen safe(r) spaces online (und offline), die einen Gegenpol zur Hassrede im Netz bilden?

Karten: 14 €, erm.  9 €

Veranstalter:

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art.ist — Musik zur Zeit
Kooperative New Jazz e.V.
Walkmühle 14, 65195 Wiesbaden

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