28.Oktober 2022 | 20 Uhr

Streichquartett & Live-Elektronik

Grow Quartett Bandfoto
Foto: Clovis Michon

GROW Quartett

William Overcash – Violine
Mishi Stern – Violine
Nefeli Galani
– Viola
Nathan Watts
– Violoncello

feat. Raphaël Languillat – Live-Elektronik

Programm

Katherine Balch: Drip Music (2019)
George Lewis
: String Quartet no. 1.5 Experiments in Living (2016)
Raphaël Languillat
: ((( RSG ))) (2022)

Verknotet mit und nach Wiesbaden entsandt von der Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik spielt das GROW Quartett neben Werken der US-amerikanischen Komponist:inn:en Katherine Balch (*1991) und George Lewis (*1952) ein brandneues Stück des in Frankfurt lebenden Raphaël Languillat (*1989).
 
Katherine Balch versucht in ihrer Musik, den Zauber des Alltäglichen einzufangen, indem sie aus gefundenen Gegenständen ganze Welten erschafft und deren Möglichkeiten erforscht.  Im Jahr 2020-21 war sie Gewinnerin des Rome Prize der American Academy in Rom und ist derzeit Gastdozentin am Johns Hopkins Peabody Institute. Drip music beginnt ganz leise. Aus zarten, fast unhörbaren Klangtröpfchen entwickeln sich Splashes (schwere Tropfen), die zu tanzen beginnen. In diesem Stück geht es darum, die Aufmerksamkeit auf sehr kleine Klänge zu lenken und sie dann zu verstärken, und es ist eine feierliche Erkundung der Intimitäten und Feinheiten des Streichquartetts. 
 
George Lewis ist Edwin H. Case Professor of American Music an der Columbia University, Area Chair im Fach Komposition and Fakultät für Historische Musikwissenschaft. Er ist Fellow der American Academy of Arts and Sciences, der American Academy of Arts and Letters, Corresponding Fellow der British Academy, und Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Weitere Ehrungen für George Lewis sind unter anderem der Doris Duke Artist Award (2019), Fellowships der MacArthur Foundation (2002), und der Guggenheim Foundation (2015).  Sein Streichquartett Nr. 1.5: “Experiments in Living” stellt ein Kampf zwischen Gruppenmentalität und Individualität dar, der von jedem Mitglied des Quartetts verlangt, schnell und virtuos aus homogenen Strukturen heraus zu springen, um sich individuell zu behaupten – und zurück.
 
Raphaël Languillat (*1989 in Casablanca | Marokko) ist ein Komponist und Multimediakünstler, der zwischen meditativer Stille und explosiven Texturen pendelt. In seinen musikalischen Werken verschmelzen akustische Instrumente und elektronische Klänge zu sorgfältig ausgearbeiteten Kompositionen, die sich an der Schnittstelle von Spektral-, Drone- und Noise-Musik bewegen. Als freischaffender Filmemacher hat er ein großes Interesse an visuellen Komponenten, insbesondere an der Kunstgeschichte, der Malerei und dem „Fotografischen“ (unbewegte und bewegte Bilder), wobei er letzteres in seinen neueren Werken immer stärker einbezieht.
Die erste Zusammenarbeit zwischen dem Grow Quartet und Raphael Languillat führte zu ((( RSG ))) für verstärktes Streichquartett und analoge Effektpedale. Dieses epische Quintett folgt der Existenz eines Red SuperGiant Star, wobei Languillat die Klänge des Quartetts live manipuliert, um neue klangliche Möglichkeiten zu erkunden.  „Ein Roter Superriese ist ein großer pulsierender Stern am Ende seines Lebens – eine instabile Masse, die sich ständig verändert, die nach und nach mehr in ihre Umlaufbahn zieht, während sie Wellen von Energie nach außen abstrahlt – und die noch lange nach dem Erlöschen ihrer Energie vibriert.“
 

Karten: 14 €, erm. 9 €