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PANAKUSTIKA 2017/18


Donnerstag, 05.10.2017
I Analoge Zombies


Donnerstag, 02.11.2017
II The girl who never was

Donnerstag, 07.12.2017
III Les Abîmes hallucinés

Donnerstag, 18.01.2018
IV dieb 13

Donnerstag, 15.02.2018
V Let the good times roll / Are You Prepared Experience

panakustika Konzerte fuer Querhoerer
PANAKUSTIKA – eine Konzertreihe der Kooperative New Jazz in Kooperation mit dem Museum Wiesbaden. Ausgezeichnet durch „kulturMut“ - der Crowdfunding-Initiative von Aventis Foundation und Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Gefördert vom Musikfonds, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

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P A N A K U S T I K A   2 0 1 7 / 1 8 – l e t   t h e   g o o d   t i m e s   r o l l


Die vierte Auflage von PANAKUSTIKA, den Konzerten für Querhörer, widmet sich dem Zeitalter der analogen, rollenden Medien. Kassettenrecorder, Schallplatte und Bandmaschine verkörpern Lebensgefühle von Generationen. Die Maschinen und ihr Sound sind Träger von Träumen und Sehnsüchten. Kritisch, doch auch voller Bewunderung werden sie von der heutigen komponierenden und improvisierenden Avantgarde betrachtet und benutzt. Auf ihren Spuren begibt sich PANAKUSTIKA an die Grenzen zwischen Neuer Musik, Improvisation und Popularmusik.

Analoge Zombies tauft der Freiburger Komponist und Performer Thomas Wenk seine liebevoll umsorgten high-end Kassettenrecorder der 1980er Jahre. Intelligent und gewitzt erweckt er sie zu neuem Leben und verarbeitet ihre jeweiligen Eigenheiten in seinen Kompositionen und virtuosen Improvisationen. Als groovender Gegenspieler scratcht und wirbelt Alexis Malbert aka tapetronic seine skurrilen Kassettenmutationen über die Magnetköpfe.
Mit der Video-/Lectureperformance The girl who never was entführt der Berliner Künstler und Komponist Erik Bünger die Zuhörer in einer phantastischen Gedanken- und Zeitspirale zu den Anfängen der Stimmaufzeichnung im 19. Jahrhundert, als der Phonograph die Stimmen der Verstorbenen ins Reich der Untoten hinüber retten sollte. Dabei verwischt er die Grenzen von Wahrheit und Fiktion, von wissenschaftlicher Vorlesung und schamanischem Ritual ebenso wie jene zwischen historischer Stimmaufnahme und live gespieltem Cello in seiner Komposition The empire never ended.
Les Abîmes hallucinés, die Abgründe des Wahnsinns, öffnet der in der noise Musik sozialisierte Saxophonist und Soundkünstler Antoine Chessex in seinem jüngsten Werk für neunköpfiges Ensemble und zwei Revox B77 Bandmaschinen. Gespielt werden diese von keinem Geringeren als Jérôme Noetinger. Der Meister der Revoxmaschinen, berühmt für sein hochsensibles Ohr, verwandelt die orchestralen Klangmassen des Tiefbass-lastigen Ensembles in einen halluzinogenen Trip.
Der Wiener turntablist dieb13 spannt einen weiten Bogen vom klassischen Hiphop-DJing über experimentell notierte und zugleich feinst ausgehörte Kammermusik bis hin zur Geburtsstunde der Turntables: Stefan Wolpe hatte Anfang der 1920er Jahre vermutlich als Erster Plattenspieler als Musikinstrumente verwendet. Dieb13 inszeniert gemeinsam mit seiner Duopartnerin Isabelle Duthoit ein Re-enactment dieses historischen Augenblicks.
Let the good times roll feiert das Zeitalter von Jukebox und Autoradio. Robin Hoffmann erbietet in seinem Klaviertrio 2EE dem Rock’n’Roll der 50er Jahre die Ehre. Steffen Krebber errichtet Mitch Mitchell, dem brillanten Schlagzeuger der Jimi Hendrix Experience, mit seiner neuen Komposition für mikrofoniertes Drumset und Cello Are You Prepared Experience ein Denkmal. Dazu gibt es hausgemachte, quergebürstete Covers von frühen R’n’B, Rock’n’Roll und Hendrix Songs.



Eintritt 10 € / 7 € an der Abendkasse

Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden, Tel.: 0611/335-2250

www.panakustika.de                         info@panakustika.de